1918 wird das Werk Ohi in Tokyo eröffnet, bis heute das Stammwerk von Nikon, in dem zum Beispiel die F3 produziert wird und das gleichzeitig Sitz der Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist. Man beginnt zunächst mit 200 Mitarbeitern, unter denen ab 1921 auch acht deutsche Techniker sind. Nikon ist anfangs allerdings nicht als Kamerahersteller tätig, sondern ähnlich wie Zeiss oder Leitz als Fertigungsstätte für optische Produkte. Nikons erster Kunde ist die japanische Armee, die mit Zielfernrohren, Ferngläsern und Periskopen beliefert wird.
1921 erscheinen die ersten nichtmilitärischen Produkte, drei Teleskope mit 5, 7,5 und 10 cm Öffnungsdurchmesser. 1923 entscheidet man sich für die Schaffung eines eigenen Glasforschungslabors, um technologisch unabhängig sein zu können. Die ersten Mikroskope kommen unter dem Namen ''Nikko'' auf den Markt. 1932 beginnt man mit der Produktion von Kameraobjektiven, versehen mit der noch heute aktuellen Bezeichnung ''Nikkor''. Man produziert für die Kameraindustrie Brennweiten zwischen 50 und 700 mm, darunter schon für damalige Verhältnisse lichtstarke Objektive wie das 4,8/500 mm für Plattenkameras.
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