Oh, und das Gewicht der Nikon F65 hat deutlich abgenommen: keine vierhundert Gramm wiegt das bloße Gehäuse ohne Batterien - für eine vollwertige Spiegelreflexkamera fast lächerlich wenig. Die F60 wiegt noch über hundert Gramm mehr. Da geht Nikon einen Weg mit, den die Konkurrenz vorzeichnet: Für Interessenten, die noch zwischen einem AF-Suchermodell und einer Spiegelreflex-Kamera schwanken, sind geringes Gewicht und das glaubwürdige Versprechen problemloser Handhabung die Hauptgründe, sich allen Bedenken zum Trotz für eine Spiegelreflex zu entscheiden. Für genau diese Zielgruppe möglicher Aufsteiger aus der Kompaktklasse soll die Nikon F65 eine attraktive Einstiegsdroge darstellen.
Die bedeutendste Änderung gegenüber der F60 betrifft den Autofokus. Wo in der F60 ein einziger Liniensensor werkelt, der bei schwach ausgeprägten vertikalen Strukturen
schon mal durch Drehen der Kamera zur Arbeit überredet werden wil, ist die Nikon F65 mit dem aus der F80 bekannten AF-Modul MultiCam 900 ausgestattet - modernster Nikon Standard endlich auch beim Einsteigermodell. Anders als bei den Fünffeld-AF-Modulen von F80, F100 oder F5 wird die manuelle Wahl des aktiven Messfeldes jedoch nicht mit einer Daumenwippe auf der Rückwand durchgeführt, sondern auf der Vorderseite der Kamera mittels eines Knopfes oberhalb der Objektiventriegelung. Der wird vom Daumen der linken Hand bedient - ein Druck aktiviert das jeweils nächste Feld.
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