Etwas unverständlich dürfte es dem Laien aber bleiben, wieso demgegenüber schon eine um zwei Drittel billigere Einsteiger-SLR einen integrierten Blitz mit doppelter Leitzahl vorweisen kann. Offensichtlich kennt Nikon jedoch die Leiden der Fotografen mit Blitz-Ambitionen. Denn wie bereits bei der Coolpix 900 gibt es die Möglichkeit, mittels des TTL-Multiflash-Adapters AS-10, einem Kabel SC-18 oder SC-19 und der Halterung SK-E 900 ein Nikon Systemblitzgerät mit etwas mehr Puste anzuschließen. Der integrierte Blitz kann dann wahlweise hinzugeschaltet werden.
Wieder mehr Spaß macht die Beschäftigung mit den anderen Möglichkeiten der Coolpix 950. Beispielsweise numeriert sie jedes Bild automatisch, was den unordentlicheren unter uns sicherlich hilft, den Überblick zu bewahren: Die Nummernfolge wird auch durch einen Wechsel des Speichermediums nicht unterbrochen. Die Elektronik hilft aber nicht nur, Ordnung zu halten; sie wählt auch eigenständig das schärfste aus einer Reihe von 10 Bildern aus. Besonders für die Auswahl von Makro-Aufnahmen ist das sehr hilfreich. Die sogenannte Pausenanzeige friert ein soeben aufgenommenes Bild für zehn Sekunden auf dem Monitor ein. Innerhalb dieser Zeit kann der Fotograf sich entscheiden, das Bild zu löschen, ohne dafür in den Wiedergabe-Modus wechseln zu müssen.
Die Coolpix 950 ist sehr schnell - bereits zwei Sekunden nach dem Einschalten ist sie aufnahmebereit. Die leidige Aufnahmeverzögerung nach dem Niederdrücken des Auslöseknopfes hat einst manchen Digitalfotografen verzweifelt an seine gute alte Kleinbildkamera denken lassen. Ganz und gar ist sie einer Digitalkamera mit vertretbarem Aufwand zur Zeit noch nicht abzutrainieren. Bei der Coolpix 950 ist es Nikon aber gelungen, diese Auslöseverzögerung auF200 Millisekunden zu reduzieren. Damit ist angemessen schnelle Reaktion in so gut wie allen Situationen möglich. Zum Vergleich: bei der F5 beträgt die Verzögerung ca. 40 ms, bei der F90 X 65 ms. Wenn Sie die Kompressionsrate ''Normal'' wählen, erleben Sie in Puncto Aufnahmetempo beinahe Kleinbild-Komfort: mit einer Geschwindigkeit von 1,5 B/s schießt die Kamera dann bis zu 10 Bilder am Stück. Erst danach ist eine Pause zum Speichern der Daten nötig.
Die Daten, sprich: die aufgenommenen Bilder, können auf unterschiedlich großen Compact-Flash-Karten gespeichert werden; sie können mittels des Videoausgangs (PAL) auf den Fernsehbildschirm übertragen, und über eine schnelle serielle Schnittstelle auf Windows- und Macintosh-Rechner exportiert werden. Ein als Zubehör erhältlicher PC-Karten-Adapter läßt den Computer auf jede beliebige Ihrer Flash Cards wie auf eine weitere Festplatte reagieren. Der Download gestaltet sich damit besonders unproblematisch.
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