Da liegt es auch für andere traditionsreiche Unternehmen der Fotobranche nahe, einmal die eigenen Wurzeln zu zitieren. Das Interessante daran: Gerade die Nikon S3 belegt augenfällig, dass so unterschiedliche Systeme wie eine heutige Nikon Spiegelreflexkamera und eine kompromisslos nach ganz anderen Vorstellungen optimierte moderne Leica oder Contax Sucherkamera denselben Stammbaum besitzen.
Das Remake der Nikon S3, die ''S3 Year 2000 Limited Edition'', wurde von den Nikon Ingenieuren nach alten Skizzen und Zeichnungen - mit kleinen technischen Änderungen - detailgetreu nachgebaut. Der Motorantrieb S 36, der an die alte S3 anzusetzen war, lässt sich an einer Nikon S3 des Jahres 2000 nicht mehr verwenden. Nun ja, funktionsfähige Exemplare dürften wohl kaum noch aufzutreiben sein.
Sammler wird interessieren, dass laut Nikon Informationen von der alten S3 insgesamt 14.310 Exemplare verkauft wurden, darunter 2.000 in schwarzer Lackierung. Eine kleine Stückzahl wurde später speziell für die Olympischen Spiele 1964 in Tokio hergestellt.
Letztlich auch des Preises wegen dürfte die neue Year 2000 Edition in erster Linie für Sammler von Bedeutung sein. Obwohl das mitgelieferte Nikkor S 50mm/1,4 optisch neu gerechnet und mehrschichtenvergütet ist und damit aktuellen Ansprüchen gerecht wird, ist es nicht jedermanns Sache, mit einer Edelkamera auf Fotojagd zu gehen, die mit fast 6000€ in der Preisliste stand.
Wer sich ausführlicher mit der Ausstattung und den Merkmalen der einzelnen Nikon Sucherkameras beschäftigen möchte, dem seien die Bücher von zwei sachkundigen Autoren zu diesem Thema empfohlen: Robert Rotolonis ''Nikon Rangefinder Cameras'' und Peter Braczkos ''Nikon Faszination''.
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